Globus, der in einer Bücherei auf dem Tisch steht

Speedreading News, Einschub aus aktuellem Anlass

Immer wieder ist leider auch in den Medien, Sie verzeihen mir den saloppen Ausdruck, viel Nonsens zum Thema Speed Reading zu lesen. Beispiele aus einer österreichischen Tageszeitung:

  • Doch wie lernt man möglichst große Stoffmengen in möglichst kurzer Zeit? Methoden wie etwa das „Speed Reading“ kommen da wie gerufen (Informationen unter: www.schultheiss.at). Denn während die übliche Lesegeschwindigkeit bei rund 160 bis 180 Wörtern pro Minute liegt, verspricht die „Speed Reading“-Methode bis zu 1000 Wörter.
  • Kommentar: Die Speed Reading Technik verspricht nichts! Sie ermöglicht, und das auch nur bei Anwendung!

  • Der Text wird dabei quasi “gescannt”. Denn immerhin enthalten nur 20 Prozent der Wörter die wirklich wichtigen Informationen.
  • Kommentar: Beim Speed Reading wird der Text gelesen und nicht gescannt. Skimming und Scanning ist nicht gleich Speed Reading!

  • Nicht jeder Text eignet sich. Die höhere Geschwindigkeit führt allerdings dazu, dass das Verständnis des Textes sinkt, auch wenn „Speed Reading“-Experten argumentieren, dass das durch mehrmaliges Lesen ausgemerzt werden kann. Außerdem funktioniert es nicht mit jedem Buch.
  • Kommentar: Welcher Text sich zum schnellen Lesen eignet, hängt primär vom Leser ab! In unseren Seminaren gibt es Juristen, die mit 1000 Worten pro Minute (wpm) ihre Fachliteratur lesen und Chemiestudenten, die sich mit 750 Worten pro Minute (wpm) durch sehr zahlen- und formellastiges Material arbeiten. Korrekt ist, dass das Lesetempo mit dem Anspruch des Textes üblicherweise immer variiert. Beispiel: Ein Speed Reader liest das Buch “Grundlagen der Personalführung” mit 1.000 wpm und das Buch “Sonderfälle des Wiener Mietrechts für Altbauten im Innergürtelbereich” mit “nur” 600 wpm.

  • Wer zum Beispiel keine Erfahrung im Lesen von Gesetzbüchern hat, der wird mit der „Speed Reading“-Methode sicher scheitern.
  • Kommentar: Wenn einem das Fachvokabular fehlt, lässt es sich immer schlecht lesen – sowohl schnell wie auch langsam.

Wie Sie sehen, verfälschen manche Medien die Informationen zum Speedreading. Ich fordere Sie deshalb dazu auf, Ihre Informationen aus vertauenswürdigen Quellen zu beziehen!

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